Die Arbeit
Jede Planung setzt auf einem IST-Zustand auf. Um diesen zu ermitteln, ist es notwendig, Statistiken auszuwerten, Fragebögen auszufüllen und eine Reihe von Bestandsfragen zu klären. Diese Basisermittlung war eine wichtige Detailarbeit, die durch das Planungsbüro in kurzer Zeit mit Hilfe von schriftlichen Abfragen, Interviews und Statistikrecherchen erarbeitet wurde.
In den ersten Sitzungen der Arbeitskreise wurden schon Projektvorschläge gesammelt sowie Entwicklungsgedanken der Region qualifiziert. Es fand eine überaus breite Diskussion in der öffentlichkeit zu den Regionalentwicklungsthemen statt: in den Ausschüssen, Stadt- und Gemeinderäten in Bürgerversammlungen, Vereinsinformationen sowie über Mitteilungen in den Veröffentlichungsblättern der Städte und Gemeinden unter Einbeziehung der Kirchgemeinden, Trägern der sozialen Arbeit, Unternehmen und Privatpersonen. In dieser Prozessphase hatten wir als Beteiligte mehr Fragen als Antworten. Diese Fragen aber einer Lösung zuzuführen setzte einen Prozess der Selbstqualifikation und des Lernens in Gang.
Bereits am 02.05.2007 konnte im Konzert- und Ballhaus in Hochkirch die Zwischenpräsentation der Konzeptionserarbeitung durchgeführt werden. In dieser öffentlichen Veranstaltung,
an der ca. 100 Gäste teilnahmen, wurde neben der Darstellung der erreichten Arbeitsergebnisse und der weiteren Aufgaben besonderer Schwerpunkt auf die Darstellung der entworfenen Schlüsselprojekte aus den einzelnen Arbeitsgruppen gelegt.
Der Arbeitskreis Familienfreundlichkeit hat die Entwicklung des Naherholungsgebietes "Kälberstein" vorgestellt. Aus dem Arbeitskreis Wirtschaft informierten Herr Lehmann und Herr Keil über verschiedene Wirtschaftsförderungsprojekte sowie über das Pilotprojekt "Klimaschutzregion".
Herr Pilz stellte für den Arbeitskreis Interkommunale Zusammenarbeit das Leitprojekt "Südumfahrung Bautzen" und weitere wichtige Infrastrukturprojekte dar.
Aus dem Unterarbeitskreis Landwirtschaft wurde von Herrn Thuma in Zusammenarbeit mit Frau Pawolski das Thema "Zentrales Getreidelager" und "Flüssigdüngerlager" präsentiert.
Aus dem Arbeitskreis Umwelt informierten Bürgermeister Krauße und Herr Reiche vom Naturschutzzentrum Neukirch über die Arbeitsweise dieses Arbeitskreises.
Im Rahmen einer offenen Diskussion konnten die Fragen der Zuhörer beantwortet werden und es wurde offensichtlich, in welcher Breite die Mitwirkung am Konzeptionsprozess bis zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgte und alle Beteiligten waren sich in der Einschätzung darüber einig,
dass die Arbeitweise in dieser weitreichenden Bürgerbeteiligung so fortgesetzt werden soll.
Am Ende der Veranstaltung stand ein gemeinsamer Ideen- und Gedankenaustausch in Form eines Stehbuffets. Wenn auch dieses Buffet nicht das Wichtigste an diesem Abend darstellte, war es doch Mittel zum Zweck, um eine Kommunikationsbasis zu bieten für die Begegnung und den Gedankenaustausch von Personen der gesamten Region. Diese Gesprächsmöglichkeit wurde sehr intensiv genutzt und es war eine besonders schöne Erfahrung zu sehen, wie Vertreter aus den unterschiedlichsten Gemeinden miteinander an gemeinsamen Themen arbeiten.
Die inhaltliche Arbeit an der Gesamtkonzeption wurde fortgesetzt. Schrittweise erfolgte die fachliche Qualifizierung der einzelnen Unterabschnitte. Die fristgerechte Einreichung des Gesamtwerkes nach einer Schlussberatung mit allen Bürgermeistern war abgestecktes Arbeitsziel.
Parallel zu dieser planerischen Arbeit wurde der Trägerverein gegründet. Am 14.06.2007 fand in Großpostwitz die Gründungsversammlung des Vereins zur Entwicklung der Region "Bautzener Oberland" statt. Dieser Verein übernahm schrittweise die Verantwortung des Regionalentwicklungsprozesses.
Nachdem die Unterlagen in vollständiger Form beim Amt für Ländliche Entwicklung in Kamenz eingereicht worden waren, konnte am 10.07.2007 die Abschlusspräsentation in Neukirch stattfinden. Hier wurde nochmals in eindrucksvoller Weise der Prozess der Erarbeitung dargestellt und das Ergebnis in der öffentlichkeit präsentiert (sowohl der konzeptionelle textliche Teil als auch die Videoproduktion). Alle Beteiligten waren nunmehr sehr gespannt auf die Bewertungsphase und letztendlich die Prädikatisierung. Zwischenzeitlich war das Auswahlverfahren weiter präzisiert worden und die Bewertungsgrundlagen waren bekannt gemacht worden. Im Amt für Ländliche Entwicklung Kamenz fand eine Veranstaltung statt, in der die Regionen ihre Konzeptionen vor ausgewählten Vertretern des Beurteilungsgremiums vorstellten und eine Art Verteidigung durchführten. Die Vertreter unserer Region hatten nach Abschluss dieses Termines in Kamenz ein sehr gutes Gefühl, da die von uns vorgelegten Unterlagen und zusätzlich gegebenen Informationen ohne weitere Hinterfragungen oder Kritikpunkte der anwesenden Jury zur Kenntnis genommen worden waren.
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